Neues aus den Nordzentren

Was passiert in den Innovationszentren Schleswig-Holsteins und insgesamt im Gründungsbereich? Lesen Sie hier die aktuellen Nachrichten.

Neue Coworking-Spaces

Ausgehend von einer Studie aus dem Jahr 2017, schaffen derzeit mehrere Innovationszentren in der Kiel-Region Coworking-Spaces, in denen ein Arbeitsplatz und die notwendige Technik flexibel angemietet werden können. Hier besteht also die Möglichkeit, neue Ideen auszuprobieren, ohne längere mietvertragliche Bindungen eingehen zu müssen. Und alleine ist man dort auch nicht, denn "einen Schreibtisch weiter" sitzen weitere Personen an der Arbeit, mit denen man sich austauschen kann. Die Projektträger, das sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde und die Wirtschaftsförderungsagentur Kreis Plön betreten Neuland mit der Idee, Coworking ausserhalb größerer Städte anzubieten. Zwei Communitymanager werden das Projekt begleiten und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Geschaffen werden die Coworking-Spaces im GTZ Raisdorf, dem TÖZ und dem GZH.

GründerCup Businessplanwettbewerb

Bereits zum 15. Mal findet in diesem Jahr der GründerCUP Kiel Region statt, ein Wettbewerb, bei dem Businesspläne mit attraktiven Preisen belohnt werden. Bis zum 30.09. haben Unternehmen aus der Kiel-Region die Möglichkeit, ihren Businessplan einzureichen. Informationen und Teilnahmebedingungen unter www.gruendercup.de.

Innovationszentren setzen Trends

Logo BVIZ

30 Jahre BVIZ - Innovationszentren setzen Trends Unter diesem Titel steht die diesjähige Jahreskonferenz des Bundeverbandes deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren (BVIZ) in Berlin. Einerseits soll die Konferenz unter dem Zeichen des 30-jährigen Verbandsjubiläums stehen, aber hauptsächlich wird sie sich dem zukünftigen  Gründungsgeschehen und den damit verbundenen Herausforderungen an die Zentren widmen. Nähere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit für die vom 09. - 11.09.2018 stattfindende Konferenz sind auf der Website des BVIZ zu finden.

InnovationsCamp Westküste

Über das im Frühjahr im IZET erfolgreich durchgeführte InnovationsCamp Westküste informiert ein Videoclip, den unsere Itezehoer Kollegen über ihre Website anbieten: www.izet.de

Gewerbeanmeldungen in Schleswig-Holstein

Wie das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein mitteilt, sind im Jahr 2017 die Gewerbeanmeldungen insgesamt um rund 5 % gesunken, die Zahl der Neugründungen war aber annähernd konstant. Fast 20.000 Neugründungen konnten verzeichnet werden, die meisten davon (81 %) als Kleinunternehmen oder im Nebenerwerb. Dies sind die typischen "Existenzgründer", die in Schleswig-Holstein oft klein und vorsichtig starten. Für diesen Bereich ergibt sich eine aktuelle Quote von 5,6 Anmeldungen je 1.000 Einwohner. Wie das Amt weiter mitteilt, sank die Anzahl von Aufgaben bei Klein- und Nebenerwerbsbetrieben um 5 %.  Auf alle Betriebsgründungen bezogen, wurden 1.144 Unternehmen mehr an- als abgemeldet. Ob das nun schon eine Wende zu mehr Gründungen darstellt, wird die Zukunft zeigen, die Nordzentren jedenfalls konnten für das abgelaufene Jahr eine Auslastung von 92 % melden. Rund einhundert Unternehmen haben nach einer ersten Wachstumsphase eines der Nordzentren verlassen, gleichzeitig sind ebenfalls rund 100 neue Unternehmen eingezogen. Die Pressemitteilung des Statistischen Amts lesen Sie hier.

Hamburg: Vier Innovationsparks geplant

Hamburg

Schon seit einigen Jahren wird in Hamburg über die Schaffung von Innovationsparks nachgedacht, in denen wissenschaftsnahe Start-Ups angesiedelt werden sollen. Nun konkretisieren sich die Pläne. Insgesamt 150 Mio. Euro will der Senat innerhalb der nächsten zehn Jahre investieren, um an vier Standorten Inkubatoren, Technologiezentren und Gewerbegebiete zu entwickeln. Entsprechende Pläne wurden am 07.03. im Rathaus vorgestellt. Insgesamt 20.000 neue Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen sollen auf diese Weise entstehen.

Staffelstabübergabe im TZL

Staffelstabübergabe im TZL

Den Staffelstab übergibt man im vollen Lauf, damit alles reibungslos weitergeht. Das Bild ist gut gewählt, denn Frank Schröder-Oeynhausen, neuer Geschäftsführer des TZL in Lübeck, konnte sich in den letzten Monaten warmlaufen, bevor Raimund Mildner das TZL nun verlässt. Und so standen die Beiden am 02. März gemeinsam auf der Bühne, umringt von der gesamten Belegschaft des TZL, zur Übergabe des Staffelstabs. Und das geschah, wie in Lübeck üblich, im Rahmen eines fröhlichen Festes mit Freunden, Weggefährten und MIetern.

Raimund Mildner

Das Technikzentrum Lübeck ist Schleswig-Holsteins ältestes Innovationszentrum. Mit seiner Größe von über 50.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche an drei Standorten in der Hansestadt gehört es auch bundesweit zu den größten Zentren. Raimund MIldner war seit der Gründung im Jahr 1986 Geschäftsführer des TZL, das unter seiner Leitung mehr als 300 Unternehmensgündungen begleitete, durch die ca. 5.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Aktuell sind 150 Unternehmen in den Gebäuden des TZL ansässig. Außerdem wurden über 120 Projekte, zumeist unter Einbeziehung der Lübecker Hochschulen, durchgeführt. Neben diesen beeindruckenden Zahlen wurden von den Rednern der Veranstaltung Mildners kommunikative Fähigkeiten und sein großes Engagement, besonders für seine Gründerfirmen, hervorgehoben. Die Nordzentren danken Raimund MIldner für die langjährige gute Zusammenarbeit und heißen seinen Nachfolger, Frank Schröder-Oeynhausen, herzlich willkommen.

Jahresstatistik: Nordzentren weiter erfolgreich

Logo der Nordzentren

Auf den ersten Blick sehen die Zahlen der Nordzentren für das Jahr 2017 fast genauso aus wie die des Vorjahres: Unsere Auslastung beträgt 92 %, rund 600 junge Unternehmen sind in den Innovationszentren Schleswig-Holsteins ansässig. Also alles "wie immer?" Auf den zweiten Blick ist die Fläche der Nordzentren im vergangenen Jahr um knapp 4.000 m² gewachsen, die Auslastung also auch. Aber Auslastung ist nicht alles! Zwar zeigt eine gute Auslastung die gleichbleibend hohe Nachfrage nach unseren Räumen und damit den grundsätzlichen Erfolg an, andererseits sollen die Innovationszentren immer nur eine Zwischenstation im Werden eines neuen Unternehmens sein. Darum freuen wir uns besonders darüber, dass 2017 wiederum über 100 Unternehmen aus den Zentren ausgezogen sind, um in anderen Gewerbeimmobilien den nächsten Wachstumsschritt vorzunehmen. Die frei werdenden Räume sind von ebenfalls rund 100 Gründern und Start-ups eingenommen worden. Da die ausziehenden Unternehmen in aller Regel deutlich größer sind als die einziehenden, sind bestehende Unternehmen innerhalb der Zentren gewachsen. Wenn also auch die Zahlen (fast) gleich geblieben sind, so gibt es doch ständig Bewegung in den Nordzentren! Weitere Informationen hier.

Geld für Gründungen

Flagge des Landes Schleswig-Holstein

Das Land Schleswig-Holstein stellt Gründungen und innvoativen jungen Unternehmen erweiterte Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. So wird der bereits existierende Seed- und Start-up-Fonds ab März um weitere vier Millionen EUR auf 16 Millionen EUR aufgestockt. Die neuen Mittel sollen als Risikokapital in Form von offenen Beteiligungen gewährt werden. Bereits seit Jahresanfang gibt es außerdem für junge Unternehmen, die mindestens fünf Jahre alt sind, einen neuen Venture Capital Fonds. Diese und weitere positive Nachrichten zur Gründungsunterstützung wurden auf einer Pressekonferenz in Kiel am 19.02.2018 vorgestellt, an der außer Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz auch die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Förderinstitute des Landes teilnahmen. Minister Buchholz: "WIr haben uns vorgenommen, Schleswig-Holstein zu einem echten Gründerland zu entwickeln und setzen dabei als Schwerpunkt auf die finanzielle Unterstützung von Gründungen und jungen innovativen Unternehmen." Weitere Informationen auf der Website des Landes.