Neues aus den Nordzentren

Was passiert in den Innovationszentren Schleswig-Holsteins und insgesamt im Gründungsbereich? Lesen Sie hier die aktuellen Nachrichten.

Gewerbeanmeldungen in Schleswig-Holstein

Wie das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein mitteilt, sind im Jahr 2017 die Gewerbeanmeldungen insgesamt um rund 5 % gesunken, die Zahl der Neugründungen war aber annähernd konstant. Fast 20.000 Neugründungen konnten verzeichnet werden, die meisten davon (81 %) als Kleinunternehmen oder im Nebenerwerb. Dies sind die typischen "Existenzgründer", die in Schleswig-Holstein oft klein und vorsichtig starten. Für diesen Bereich ergibt sich eine aktuelle Quote von 5,6 Anmeldungen je 1.000 Einwohner. Wie das Amt weiter mitteilt, sank die Anzahl von Aufgaben bei Klein- und Nebenerwerbsbetrieben um 5 %.  Auf alle Betriebsgründungen bezogen, wurden 1.144 Unternehmen mehr an- als abgemeldet. Ob das nun schon eine Wende zu mehr Gründungen darstellt, wird die Zukunft zeigen, die Nordzentren jedenfalls konnten für das abgelaufene Jahr eine Auslastung von 92 % melden. Rund einhundert Unternehmen haben nach einer ersten Wachstumsphase eines der Nordzentren verlassen, gleichzeitig sind ebenfalls rund 100 neue Unternehmen eingezogen. Die Pressemitteilung des Statistischen Amts lesen Sie hier.

Hamburg: Vier Innovationsparks geplant

Hamburg

Schon seit einigen Jahren wird in Hamburg über die Schaffung von Innovationsparks nachgedacht, in denen wissenschaftsnahe Start-Ups angesiedelt werden sollen. Nun konkretisieren sich die Pläne. Insgesamt 150 Mio. Euro will der Senat innerhalb der nächsten zehn Jahre investieren, um an vier Standorten Inkubatoren, Technologiezentren und Gewerbegebiete zu entwickeln. Entsprechende Pläne wurden am 07.03. im Rathaus vorgestellt. Insgesamt 20.000 neue Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen sollen auf diese Weise entstehen.

Staffelstabübergabe im TZL

Staffelstabübergabe im TZL

Den Staffelstab übergibt man im vollen Lauf, damit alles reibungslos weitergeht. Das Bild ist gut gewählt, denn Frank Schröder-Oeynhausen, neuer Geschäftsführer des TZL in Lübeck, konnte sich in den letzten Monaten warmlaufen, bevor Raimund Mildner das TZL nun verlässt. Und so standen die Beiden am 02. März gemeinsam auf der Bühne, umringt von der gesamten Belegschaft des TZL, zur Übergabe des Staffelstabs. Und das geschah, wie in Lübeck üblich, im Rahmen eines fröhlichen Festes mit Freunden, Weggefährten und MIetern.

Raimund Mildner

Das Technikzentrum Lübeck ist Schleswig-Holsteins ältestes Innovationszentrum. Mit seiner Größe von über 50.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche an drei Standorten in der Hansestadt gehört es auch bundesweit zu den größten Zentren. Raimund MIldner war seit der Gründung im Jahr 1986 Geschäftsführer des TZL, das unter seiner Leitung mehr als 300 Unternehmensgündungen begleitete, durch die ca. 5.000 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Aktuell sind 150 Unternehmen in den Gebäuden des TZL ansässig. Außerdem wurden über 120 Projekte, zumeist unter Einbeziehung der Lübecker Hochschulen, durchgeführt. Neben diesen beeindruckenden Zahlen wurden von den Rednern der Veranstaltung Mildners kommunikative Fähigkeiten und sein großes Engagement, besonders für seine Gründerfirmen, hervorgehoben. Die Nordzentren danken Raimund MIldner für die langjährige gute Zusammenarbeit und heißen seinen Nachfolger, Frank Schröder-Oeynhausen, herzlich willkommen.

Jahresstatistik: Nordzentren weiter erfolgreich

Logo der Nordzentren

Auf den ersten Blick sehen die Zahlen der Nordzentren für das Jahr 2017 fast genauso aus wie die des Vorjahres: Unsere Auslastung beträgt 92 %, rund 600 junge Unternehmen sind in den Innovationszentren Schleswig-Holsteins ansässig. Also alles "wie immer?" Auf den zweiten Blick ist die Fläche der Nordzentren im vergangenen Jahr um knapp 4.000 m² gewachsen, die Auslastung also auch. Aber Auslastung ist nicht alles! Zwar zeigt eine gute Auslastung die gleichbleibend hohe Nachfrage nach unseren Räumen und damit den grundsätzlichen Erfolg an, andererseits sollen die Innovationszentren immer nur eine Zwischenstation im Werden eines neuen Unternehmens sein. Darum freuen wir uns besonders darüber, dass 2017 wiederum über 100 Unternehmen aus den Zentren ausgezogen sind, um in anderen Gewerbeimmobilien den nächsten Wachstumsschritt vorzunehmen. Die frei werdenden Räume sind von ebenfalls rund 100 Gründern und Start-ups eingenommen worden. Da die ausziehenden Unternehmen in aller Regel deutlich größer sind als die einziehenden, sind bestehende Unternehmen innerhalb der Zentren gewachsen. Wenn also auch die Zahlen (fast) gleich geblieben sind, so gibt es doch ständig Bewegung in den Nordzentren! Weitere Informationen hier.

Geld für Gründungen

Flagge des Landes Schleswig-Holstein

Das Land Schleswig-Holstein stellt Gründungen und innvoativen jungen Unternehmen erweiterte Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. So wird der bereits existierende Seed- und Start-up-Fonds ab März um weitere vier Millionen EUR auf 16 Millionen EUR aufgestockt. Die neuen Mittel sollen als Risikokapital in Form von offenen Beteiligungen gewährt werden. Bereits seit Jahresanfang gibt es außerdem für junge Unternehmen, die mindestens fünf Jahre alt sind, einen neuen Venture Capital Fonds. Diese und weitere positive Nachrichten zur Gründungsunterstützung wurden auf einer Pressekonferenz in Kiel am 19.02.2018 vorgestellt, an der außer Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz auch die Vorsitzenden und Geschäftsführer der Förderinstitute des Landes teilnahmen. Minister Buchholz: "WIr haben uns vorgenommen, Schleswig-Holstein zu einem echten Gründerland zu entwickeln und setzen dabei als Schwerpunkt auf die finanzielle Unterstützung von Gründungen und jungen innovativen Unternehmen." Weitere Informationen auf der Website des Landes.

Termine

Der Bundesverband deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren (BVIZ) lädt zu zwei Veranstaltungen ein: Am 09. April findet in Braunschweig der Arbeitsgruppentag statt, der für alle Mitglieder kostenfrei ist, darüber hinaus aber auch anderen Interessierten offensteht. Tagen werden die Arbeitsgruppen "Rechtsfragen für TZ-Betreiber", "Green Economy" und "Zentren/Zentrumsbetrieb". Und im September (09. - 11.09.18) findet in Berlin die Jahreskonferenz statt, die in diesem Jahr als Jubiläumskonferenz zum dreißigjährigen Bestehen des Bundesverbandes durchgeführt wird. Einzelheiten und Anmeldemöglichkeiten auf der Website des BVIZ. Der Bundesverband vertritt die Interessen der deutschen Innovationszentren und führt regelmäßig Tagungen zu den Themenbereichen Innovation, Gründung und junge Wirtschaft durch. Auch in Schleswig-Holstein war der BVIZ bereits oft zu Gast, zuletzt mit der Jahrestagung 2017 in Lübeck.

GründerCup

Bereits zum 14. Mal fand 2017 der GründerCUP Kiel Region statt, ein Wettbewerb, bei dem Businesspläne mit attraktiven Preisen belohnt werden. Die Innovationszentren in der Kiel-Region waren von Anfang an dabei und unterstützen den Wettbewerb, indem sie ihn in ihren Zentren bewerben und in der Jury mitarbeiten. Schon viele interessante Start-Ups konnten durch den Wettbewerb gefördert werden, wobei der eigentliche Gewinn nicht im Preisgeld, sondern in der damit verbundenen Beratungleistung und der öffentlichen Aufmerksamkeit liegt. In diesem Jahr können sich zwei Unternehmen, die ihren Firmensitz in einem Nordzentrum haben, zu den Preisträgern zählen: Den dritten Preis errang die Basic Butler GbR mit dem Gründerteam Max Wersig, Doumorh El-Riz und Eduard Malyj, die im Kieler Kitz ansässig ist. Einen der begehrten Sonderpreise verlieh die Jury an emcee compliance. Gründerin und Inhaberin Meike Christiansen hat ihrn Firmensitz im Kieler Wissenschaftszentrum. Die Nordzentren gratulieren den Preisträgern und weisen schon jetzt darauf hin, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen GründerCup geben wird.

Innovationszentren 5.0

Unter dem Titel Innovationszentren 5.0 - Vernetzung neu erfinden fand vom 17. - 19. September 2017 in Lübeck die Jahreskonferenz des Bundesverbandes der deutschen Innovations-, Technologie- und Gründerzentren (BVIZ) statt. Unsere Lübecker Kollegen waren Gastgeber der Tagung, die an zwei Tagen u.a. Themen der Digitalisierung, der Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie von StartUps und etablierter Wirtschaft  zum Thema hatte. Über 100 Zentrumsleiterinnen und Leiter aus ganz Deutschland nahmen an der Tagung in Lübeck teil und tauschten sich über best-practises und Fragen der Gründerunterstützung aus.